Schnellzug.

1 - Art.Nr. 55025 Schnellzug.
Spur: 1    Epoche: IV   
 
Vorbild: Diesellokomotive Baureihe 220 (V 200.0) mit 4 Schnellzugwagen Typ UIC-x der Deutschen Bundesbahn (DB) in "Pop-Farben". 1 Wagen Aüm 203, 1. Klasse (orange). 1 Wagen Büm 232, 2. Klasse (grün). 1 Wagen Büm 234, 2. Klasse (blau). 1 Wagen BDüms 273, 2. Klasse mit Gepäckabteil (blau).
 
Modell: Schwere Mehrzwecklokomotive mit tief liegendem Schwerpunkt. Eine der zugkräftigsten Märklin-1-Lokomotiven. Alle Achsen über Kardan angetrieben mit 1 zentralen und 4 Verteilergetrieben. 2 Haftreifen. Hochleistungselektronik zum wahlweisen Betrieb mit Gleichstrom, Wechselstrom oder Märklin Digital und Delta. Spitzensignal und Führerstandsbeleuchtung konventionell (und Delta) in Betrieb, digital schaltbar. Diesellokfahrgeräusche mit Anlasser, Leerlauf, 1 oder 2 Motoren und Signalhorn digital schaltbar. Lokführerfigur im vorderen Führerstand. Vierachsige Schnellzugwagen im Zug einzeln nicht erhältlich. Alle Wagen mit eingebauter Innenbeleuchtung. Schaltdecoder 60960 nachrüstbar. Kulissenführung der Kupplungen für engen Wagenabstand. Befahrbarer Mindestradius 1020 mm. Zuglänge über Puffer 359,0 cm.
 
  Control
Unit
Mobile
Station
Mobile
Station 2
Central
Station 1/2
Central
Station 3/2
Spitzensignal·····
Führerstandsbeleuchtung·····
Diesellok-Fahrgeräusch·····
Signalhorn·····
Diesellok-Fahrgeräusch·····

Einmalige Serie.
 
In den Sechzigern öffnete sich die deutsche Gesellschaft. Die Jugend- Revolte brach politische Erstarrungen auf. Bildende Künstler rebellierten mit Pop-Art gegen überlieferte Sichtweisen. Die beschwingte und leicht verdauliche Kost durchdrang alle Lebensbereiche. Leicht und beschwingt fiel auch die Glaszelt- Architektur Benischs für den Münchener Olympiapark aus. Der Grafiker Otl Aicher schuf für die 72-er Spiele ein visuelles Konzept unter anderem mit Farben aus den Pastelltönen des Regenbogens. Auch die Bundesbahn folgte dem Trend. Das triste Dunkelgrün der Personenwagen drückte aufs Gemüt. Nach Vorbild der Sonderlackierung des Rheingold suchte man für die Schnellzüge nach moderneren, frischeren, dynamischeren Farben, die das Erscheinungsbild der Bahn positiv beeinflussen sollten. 1970 gab die DB 16 Schnellzugwagen in Kobaltblau/Kieselgrau in Auftrag. Eine zweite Serie von 24 Wagen sollte die Farben chromoxidgrün/kieselgrau erhalten. Weder bei den Reisenden noch intern stießen die neuen Farben auf Begeisterung. Einzig das Kieselgrau der Seitenwände überzeugte, für die Fensterbänder wünschte man sich hellere, freundlichere Farben. Im zweiten Anlauf entstanden intern Wagen mit blutorangen, kobaltblauen, blaulila, purpurroten, rotvioletten und grünen Fensterbändern. Die Seitenwände waren kieselgrau, Langträger und Untergestelle tiefschwarz, Dächer umbragrau. 1.-Klasse-Wagen kennzeichnete ein goldgelber Kennstreifen. Anschließend wurde ein Teil der 1970/71 gelieferten Sitzwagen 1. Klasse und 1./2. Klasse orange, 2. Klasse-Sitzwagen und 2. Klasse mit Gepäckabteil blau, Speise- und Schlafwagen sowie Halbspeisewagen rot und Gepäckwagen grün gespritzt. Die ungewohnte Farbenpracht führte zu dem Spitznamen Pop-Wagen. Insgesamt erhielten 146 Wagen ein Pop-Kleid. Die DB schickte zumeist farbreine Züge von Bremen, Osnabrück, Norddeich und Dortmund nach München. Zudem fuhren Popzüge auf der Relation Basel-Hamburg, später auch als DC-Züge. Das durch die Pop-Farben geschlossen wirkende Fensterband ließ die Wagen gestreckt und modern wirken. Es wurde von anderen Bahnen kopiert. Die kieselgrauen Seitenwände erwiesen sich aber als sehr verschmutzungsanfällig. Deshalb wählte die DB 1974 ozeanblau/beige als neue Einheitsfarben. Die letzten Pop-Wagen waren 1985 in München stationiert. Wenig später kehrte die Bahn mit ihrem neuen Farbkonzept für Reisezugwagen zu wesentlichen Designelementen der Pop-Wagen zurück.
 
Eigenschaften: 

 
 
Veröffentlichung(en) in: Neuheiten-Prospekt 2004 - Gesamtprogramm 2005 - Gesamtprogramm 2006
Nicht mehr in Produktion.
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